Die KI-News der Woche vom 21.03.2024

Die KI-News der Woche vom 21.03.2024

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🤖 GPT-5 (oder 4.5) könnte Mitte des Jahres kommen

Laut einem Artikel mit vertrauenswürdigen Quellen, den Businessinsider diese Woche veröffentlicht hat, ist es wahrscheinlich, dass wir schon Mitte des Jahres eine “deutlich bessere” Version von GPT bekommen könnten. Ob das dann GPT-5 heißen wird oder GPT-4.5 wie in dem Blogartikel, der in einigen Suchergebnissen geleakt wurde, ist unklar.

Im Artikel werden allerdings Geschäftsführer zitiert, die in ihren Business-Plänen mit OpenAI wohl Vorschauversionen testen konnten und dort fiel eben auch die Aussage, das neue Modell sei deutlich besser.

Der eigentlich interessante Punkt ist aber folgender: Laut der Quelle wurden zudem neue Fähigkeiten des Modells angeteasert, unter anderem, die Möglichkeit, dass das GPT eigene, von OpenAI entwickelte „Agents“ nutzen kann, um komplexere Aufgaben eigenständig und ohne ständiges Prompten zu erledigen. 

👀 Apple und Google tun sich zusammen

Nachdem vor kurzem bekannt wurde, dass Apple die Produktion eines eigenen Autos eingestellt hat, kam diese Woche eine weitere überraschende Meldung, mit der wir so nicht gerechnet haben.

Apple steht aktuell in aktiven Verhandlungen mit Google darüber, Gemini für das nächste iOS Update auf den iPhones zu installieren.

Das kommt besonders überraschend, nachdem der CEO Tim Cook noch vor kurzem gesagt hat, dass wir dieses Jahr im Bereich KI einiges von Apple erwarten können. Scheinbar läuft es aber hinter den Kulissen nicht alles so rund, wie gewünscht und bevor man jetzt ein halbfertiges Produkt auf den Markt wirft, scheint man sich momentan aktiv nach einer Übergangslösung umzusehen. 

Google ist momentan zwar der wahrscheinlichste Partner für Apple, aber es gibt oder gab wohl auch direkte Gespräche mit OpenAI und Anthropic.  

Wer am Ende den Zuschlag bekommen wird und ob hier lediglich von einer Nutzung der fertigen KIs gesprochen wird oder aber man gemeinsam ein neues Produkt entwickeln wird, steht aktuell nicht fest.

Unser Bauchgefühl hält aber die Übergangslösung für das Wahrscheinlichste. Apple benötigt einfach mehr Zeit, um hier eine hauseigene KI zu entwickeln, die der Konkurrenz nicht nur Stand halten, sondern auch die Stirn bieten kann.  

🤖 Microsoft AI

Wir haben ja vor kurzer Zeit Pi als KI-Tool der Woche vorgestellt – ein wirklich erfrischend anderer KI-Chatbot mit dem Inflection Modell, dass fast auf GPT-4 Level performt. Hier geht es zu unserem Artikel dazu.

Doch wie lange es mit dieser KI noch gut geht ist jetzt leider fragwürdig, denn die zwei Gründer, sowie eine erhebliche Anzahl von hochrangigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat das Unternehmen verlassen – in Richtung Microsoft. In der neuen KI-Abteilung Microsoft AI wird Mustafa Suleyman, einer der Gründer, neuer Geschäftsführer und er hat quasi sein komplettes A-Team mitgenommen.  

Da sind wir schon ein bisschen zwiegespalten, wie wir diese Nachricht aufnehmen. Zum einen ist das ein absoluter Gewinn für Microsoft, Satya Nadella hat mal wieder gezeigt, dass er einen guten Riecher hat und wir sind gespannt, was wir jetzt von Microsoft AI erwarten dürfen. Auf der anderen Seite klingt das sehr nach dem unvermeidbaren Aus für einen wirklich vielversprechenden Mitbewerber im KI-Rennen, das Unternehmen Inflection und den wirklich coolen Chatbot Pi. 

DER BESTE KI-CHATBOT, VON DEM DU NOCH NIE GEHÖRT HAST – Pi von Inflection ist das KI-Tool der Woche

📈 NVidia mit neuen Chips & Partnerschaften

NVIDIA hat die neue Generation der eigenen KI-Chips vorgestellt: Grace Blackwell. Nur kurze Zeit danach wurden direkt die üblichen Partnerschaften mit den großen Unternehmen vorgestellt, sowohl Microsoft CEO Satya Nadella als auch Google Chef Sundar Pichai haben quasi gleichzeitig stolz auf Twitter verkündet, dass die neue Technologie bei ihnen zum Einsatz kommen wird.

Da stellt sich so langsam doch die Frage, ob Jensen Huang nicht eigentlich die mächtigste Personalie im KI-Geschäft ist. 

🎬 YouTube führt KI-Disclosure ein

YouTube führt eine neue Funktion für Creator ein, die es in Zukunft ermöglichen wird KI-generiertes Material in einem Video klar als solches zu kennzeichnen und damit mehr Transparenz zu schaffen. 

Gleichzeitig werden neue Richtlinien eingeführt, denn die Kennzeichnung ist in vielen Fällen nicht freiwillig, die Plattform will damit auch Desinformation vorbeugen. Beispiele, die auf jeden Fall gekennzeichnet werden müssen sind, unter anderem: 

  • Verändern von Personen, um sie jemandem ähnlich sehen zu lassen
  • Verändern von Aufnahmen, um etwas zu zeigen, was so gar nicht passiert ist 

Ausgenommen sind zum Beispiel offensichtlich unrealistische Szenen wie Fantasy Kreaturen, aber auch Filter, die einen hübscher machen muss man nicht erwähnen. Da kann die Beauty Szene auf YouTube aufatmen. 

Bei entsprechenden Videos wird ein Label angezeigt und es können Informationen darüber eingesehen werden, wie das Material erzeugt oder verändert wurde. 

⚖️ Microsoft sagt Google den Kampf an

Microsoft hat Google bei der EU angeschwärzt. Das Unternehmen hat sich darüber beschwert, dass der Konkurrent einen unfairen Vorteil hat, da sie alles, was ein KI-Unternehmen braucht, selbst besitzen.

Laut Microsoft müssen alle anderen Firmen, sie selbst eingeschlossen, sich auf Partnerschaften in bestimmten Bereichen, zum Beispiel Chips oder Technologie verlassen, während Google alles selbst stellen kann.

Außerdem hat Google quasi unendliche Trainingsdaten aus der Suche und von YouTube und deshalb unterstellt Microsoft den unfairen Wettbewerbsvorteil.

Google hat sich bis jetzt nur knapp dazu geäußert, mit der Hoffnung, dass die EU-Kommission auch berücksichtigt, wie offen Google sich im Bereich KI verhält, im Gegensatz zu “anderen Unternehmen”. Also eine indirekte Beschuldigung zurück in Richtung Microsoft.

💰 Google muss 250 Millionen Euro Strafe zahlen

Hier hören die schlechten Nachrichten für Google aber nicht auf. Das Unternehmen wurde jetzt zu einer erneuten Geldstrafe von 250 Millionen € verurteilt, da sie ohne zu fragen oder Zustimmung Material von mehreren Veröffentlichungen und Zeitungen für das Training ihrer KI-Modelle verwendet haben.

Für dasselbe Vergehen musste das Unternehmen schon einmal 500 Millionen € bezahlen, hat aber scheinbar noch nichts daraus gelernt.

Die Klage wurde dabei von der Wettbewerbsaufsichtsbehörde von Frankreich durchgesetzt, die erreichen will, dass Google sich gegenüber den Publishern fairer verhält. Google findet, dass die eigenen Bemühungen, den Streit zu klären, nicht ausreichend gewürdigt wurden, muss sich mit der Strafe jetzt aber abfinden. Schauen wir mal, ob es das letzte Mal war. 

👤 KI-Klone übernehmen ab jetzt deine Meetings

In einem Twitter Video wurde gezeigt, wie eine Person den eigenen KI-Klon mit Video und Audio zu einem, ich denke mal, Fake-Bewerbungsgespräch geschickt hat. Trotzdem ist es beeindruckend, wie gut der KI Klon sich schlägt, das Video haben wir euch hier verlinkt.

Vor allem bei diesen Online-Gesprächen fällt einem vielleicht die kurze Verzögerung gar nicht direkt als verdächtig auf, je nach Verbindung und auch leicht unnatürliche Bewegungen sind hier viel schwerer zu erkennen.

Für alle unter euch, die in Zukunft damit kämpfen müssen, die Fake-Bewerber zu erkennen haben wir aber einen heißen Tipp: Fragt doch einfach mal, was 13.560 mal 9842,78 ist. Wenn ihr dann innerhalb von einer Sekunde die korrekte Antwort bekommt, dann wisst ihr Bescheid! 

Autor

  • Timothy Meixner

    Timothy Meixner ist Mitgründer und Geschäftsführer der Meixner & Ruof UG. Als KI- und Office-Experte betreibt er zusammen mit Johannes Ruof den erfolgreichen YouTube-Kanal Digitale Profis (80.000+ Abonnent:innen).

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