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Die besten Prompts für Bilder in ChatGPT

Mit ChatGPT Images lassen sich Fotos bearbeiten, Bildideen entwickeln und Vorlagen in neue Stile übersetzen. Hier findest du aktuelle Prompt-Muster, Beispiele und wichtige Hinweise zu Rechten, Datenschutz und KI-Kennzeichnung.

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Einsteiger
Thema
Bild-KI

ChatGPT ist längst nicht mehr nur ein Textchat. Mit ChatGPT Images kannst du neue Bilder erstellen, bestehende Bilder bearbeiten, Bildideen ausarbeiten, Hintergründe verändern, Text in Grafiken setzen und Fotos in neue visuelle Richtungen übersetzen.

Der wichtigste Unterschied zwischen netten Zufallstreffern und wirklich brauchbaren KI-Bildern ist der Prompt. Gute Bildprompts beschreiben nicht nur einen Stil, sondern Zweck, Motiv, Komposition, Licht, Format, Grenzen und das, was ausdrücklich nicht ins Bild soll.

Kurzfassung

  • Gute Bildprompts beschreiben Motiv, Bildtyp, Komposition, Stil, Licht, Farben, Format und Ausschlüsse.
  • Bei Foto-Uploads solltest du nur Bilder verwenden, für die du die nötigen Rechte und Einwilligungen hast.
  • Für private Experimente können bekannte Stilreferenzen funktionieren, für öffentliche oder kommerzielle Nutzung sind beschreibende Stilprompts sicherer.
  • ChatGPT Images 2.0 unterstützt Bildbearbeitung, unterschiedliche Seitenverhältnisse und bessere Kontrolle über Details und Text; stärkere Modi und Nutzungslimits können aber vom Konto und Tarif abhängen.
  • OpenAI-generierte Bilder enthalten nach OpenAI-Angaben C2PA-Metadaten und SynthID-Wasserzeichen; trotzdem solltest du KI-Bilder transparent einordnen.

Die beste Struktur für ChatGPT-Bildprompts

Ein kurzer Prompt wie „Mach daraus ein cooles Bild“ funktioniert manchmal, aber er lässt zu viel offen. Besser ist eine klare Struktur. Je mehr das Bild später öffentlich, beruflich oder wiederverwendbar sein soll, desto genauer sollte der Prompt sein.

Prompt-Formel

Struktur für bessere Bildprompts

Nutze diese Vorlage für neue Bilder und Bildbearbeitung.

Erstelle [Bildtyp] von [Motiv]. Kontext und Ziel: [Wofür wird das Bild verwendet?] Komposition: [Perspektive, Ausschnitt, Vordergrund, Hintergrund] Stil und Medium: [Foto, Illustration, 3D-Render, Bleistiftzeichnung, Claymation, Voxel Art, Editorial Grafik] Licht und Farben: [hell, weich, dramatisch, monochrom, warme Farben, neutrale Farben] Details: [Wichtige Merkmale, Kleidung, Accessoires, Umgebung, Text im Bild] Format: [1:1, 4:5, 16:9, 9:16, transparent background] Nicht erwünscht: [Keine Logos, keine Marken, keine zusätzlichen Personen, kein verzerrter Text, keine übertriebenen Effekte]

1. Foto in eine stilisierte Illustration verwandeln

Der viralste Anwendungsfall bleibt: ein eigenes Foto hochladen und daraus eine Illustration machen. Statt direkt Marken- oder Studio-Namen zu verwenden, ist es für öffentliche Nutzung besser, den gewünschten Look zu beschreiben.

Prompt

Warme Anime-inspirierte Illustration

Eine markenfreiere Alternative zu konkreten Studio-Referenzen.

Verwandle dieses Foto in eine warme, handgezeichnete Anime-inspirierte Illustration. Wichtig: – Die Person soll wiedererkennbar bleiben. – Nutze weiche Linien, natürliche Farben und filmisches Licht. – Der Hintergrund soll märchenhaft, aber nicht überladen wirken. – Keine Logos, keine Schrift, keine zusätzlichen Personen. – Seitenverhältnis: 4:5.

Für private Experimente kannst du natürlich mit konkreteren Stilbegriffen spielen. Wenn du das Ergebnis veröffentlichen, bewerben oder kommerziell nutzen willst, solltest du aber lieber mit beschreibenden Merkmalen arbeiten: „warme handgezeichnete Animation“, „pastellige Fantasy-Landschaft“, „klare 90er-Anime-Linien“ oder „weiche Kinderbuchillustration“.

2. Mehrere Stilvarianten vergleichen

Wenn du noch nicht weißt, welcher Look passt, lass ChatGPT mehrere Richtungen nebeneinander erzeugen. Vier Varianten sind ein guter Start. Bei zu vielen Feldern werden Details schneller unsauber.

Prompt

Stil-Grid erstellen

Für schnelle visuelle Exploration aus einem Foto.

Erstelle ein 2×2-Grid mit vier Varianten dieses Fotos. Variante 1: warme handgezeichnete Animation Variante 2: moderne 3D-Figur mit weichem Licht Variante 3: Bleistiftzeichnung mit feinen Schraffuren Variante 4: Claymation-Figur aus Knetmaterial Regeln: – Die Person soll in allen vier Feldern wiedererkennbar bleiben. – Jedes Feld soll klar voneinander unterscheidbar sein. – Keine Markenlogos und keine Textbeschriftungen. – Seitenverhältnis: 16:9.

3. Actionfigur oder Sammlerfigur erstellen

Actionfiguren in Verpackung funktionieren weiterhin gut, weil der Prompt konkrete Objekte, Textbereiche und Accessoires vorgibt. Wichtig ist hier besonders: keine fremden Marken nachbauen, keine echten Logos verwenden und Texte kurz halten.

Prompt

Eigene Sammlerfigur in Verpackung

Für eine stilisierte Figur mit Accessoires und Verpackungsdesign.

Erstelle aus der Person auf dem Foto ein hochwertiges 3D-Render einer Sammlerfigur in transparenter Blisterverpackung. Verpackung: – Minimalistischer Kartonhintergrund in [Farbe] – Oben steht: "[Name]" – Darunter steht kleiner: "[Rolle oder Motto]" – Ein kleiner Sticker sagt: "Limited Edition" Figur: – Die Person soll freundlich und wiedererkennbar aussehen. – Outfit und Frisur orientieren sich am Foto. Accessoires: – [Accessoire 1] – [Accessoire 2] – [Accessoire 3] Stil: – Hochwertiges Studio-Produktfoto – Weiches Licht – Keine echten Markenlogos – Seitenverhältnis: 4:5

Für LinkedIn und andere Business-Kontexte wirkt diese Variante schnell professioneller, wenn du Fantasie-Labels statt echter Marken verwendest. Schreibe also lieber „Laptop“, „Smartphone“ oder „Kamera“ statt konkrete Markennamen.

4. Charakter- oder Sprite-Sheet für Spiele

ChatGPT Images eignet sich auch für spielerische Prototypen: Charakterbögen, Sprite-Sheets, Icons oder einfache Asset-Ideen. Für echte Spiele musst du die Dateien danach meist noch bereinigen, zuschneiden und konsistent machen.

Prompt

Sprite-Sheet im Pixel- oder Voxel-Stil

Für Game-Prototypen und visuelle Experimente.

Erstelle auf Basis dieses Fotos ein sauberes Sprite-Sheet für eine Spielfigur. Stil: – [Pixel Art / Voxel Art / handgezeichnete 2D-Figur] – klare Konturen – konsistente Farben Ansichten: – vorne – seitlich links – seitlich rechts – hinten – einfache Laufpose – einfache Idle-Pose Regeln: – Weißer oder transparenter Hintergrund – Jede Pose klar getrennt – Keine zusätzlichen Figuren – Keine Schrift im Bild

5. Claymation und Knetfiguren-Look

Der Knetfiguren-Look ist ein gutes Beispiel für einen Stil, der sich ohne konkrete Markenreferenz beschreiben lässt. Das Ergebnis wirkt plastisch, freundlich und weniger fotorealistisch.

Prompt

Claymation-Figur aus Foto

Für einen weichen, handgemachten 3D-Look.

Verwandle dieses Foto in eine charmante Claymation-Figur. Eigenschaften: – handgemachte Knetmaterial-Optik – weiche Formen – leichte Fingerabdruck-Textur – freundlicher Gesichtsausdruck – kleines Studio-Set als Hintergrund – warmes, weiches Licht Die Person soll wiedererkennbar bleiben. Keine Logos, keine Schrift, keine zusätzlichen Personen.

6. Klassisches Porträt oder Bleistiftzeichnung

Klassische Porträts und Bleistiftzeichnungen funktionieren gut, wenn du Medium, Epoche, Material und Beleuchtung beschreibst. Bei sehr konkreten lebenden Künstlern oder geschützten Werken solltest du vorsichtig sein.

Prompt

Klassisches Porträt

Für einen zeitlosen Look ohne konkrete Künstlerkopie.

Erstelle aus diesem Foto ein klassisches Porträt als Ölgemälde. Stil: – inspiriert von europäischer Porträtmalerei des 16. Jahrhunderts – dunkler neutraler Hintergrund – weiches Seitenlicht – feine Stoff- und Hauttexturen – ruhige, würdevolle Komposition Regeln: – Die Person soll wiedererkennbar bleiben. – Keine modernen Logos oder Schrift. – Keine direkte Kopie eines konkreten Gemäldes.

Prompt

Bleistiftzeichnung

Für Architektur, Tiere, Landschaften und Porträts.

Verwandle dieses Foto in eine feine Bleistiftzeichnung auf leicht strukturiertem Papier. Achte auf: – klare Konturen – sichtbare Schraffuren – natürliche Proportionen – keine übertriebenen Details – weißer Hintergrund Das Motiv soll realistisch erkennbar bleiben.

7. Produktbild, Social-Media-Grafik oder Mockup

Der praktische Fortschritt liegt nicht nur bei unterhaltsamen Porträts. ChatGPT Images wird nützlicher für Arbeitsmaterialien: Produktbilder, Mockups, Poster, einfache Infografiken, Thumbnails und Social-Media-Varianten.

Prompt

Social-Media-Grafik mit Text

Für eine einfache Kampagnengrafik oder ein Posting.

Erstelle eine moderne Social-Media-Grafik für folgendes Thema: [Thema] Text im Bild: "[Kurzer Titel]" "[Kurzer Untertitel]" Look: – klar und professionell – viel Weißraum – starke Typografie – dezente Akzentfarbe [Farbe] – keine Stockfoto-Optik Format: – 4:5 für LinkedIn oder Instagram Regeln: – Der Text muss lesbar und korrekt geschrieben sein. – Keine Logos, keine Wasserzeichen, keine zusätzlichen Slogans.

Auch hier gilt: Prüfe Text im Bild immer genau. Bildmodelle sind deutlich besser geworden, aber Rechtschreibung, Zeilenumbrüche und kleine Details können weiterhin fehlerhaft sein.

8. Bestehende Bilder gezielt bearbeiten

Du musst nicht immer ein neues Bild erzeugen. ChatGPT Images kann bestehende Bilder bearbeiten. In der Oberfläche kannst du Bereiche auswählen oder direkt im Chat beschreiben, was geändert werden soll.

Die Auswahlbereiche sind dabei hilfreich, aber nicht pixelgenau. OpenAI weist selbst darauf hin, dass Markierungen nicht immer präzise sind und Änderungen über den ausgewählten Bereich hinausgehen können. Wenn ein Element unverändert bleiben muss, schreibe das deshalb zusätzlich ausdrücklich in den Prompt.

Prompt

Gezielte Bildbearbeitung

Für präzise Änderungen an einem bestehenden Bild.

Bearbeite dieses Bild nur in folgendem Bereich: [genauen Bereich beschreiben] Änderung: [Was soll geändert werden?] Bitte beibehalten: – Gesicht und Identität der Person – Perspektive – Lichtstimmung – Bildkomposition – wichtige Details im Hintergrund Nicht ändern: [Elemente nennen, die unverändert bleiben sollen]

Wichtige Hinweise zu Rechten, Datenschutz und Kennzeichnung

Bild-KI wirkt spielerisch, aber bei Fotos von echten Menschen und bei öffentlicher Nutzung solltest du sorgfältig sein.

  • Einwilligung: Lade nur Fotos hoch, für die du die nötigen Rechte hast. Bei anderen Personen solltest du vorher Einverständnis einholen.
  • Sensible Bilder: Nutze keine vertraulichen, privaten oder sensiblen Fotos, wenn du nicht sicher bist, wie sie verarbeitet werden dürfen.
  • Training und Datenschutz: OpenAI erklärt, dass Inhalte aus individuellen Diensten wie ChatGPT zum Training genutzt werden können, wenn diese Einstellung aktiv ist. In den Data Controls lässt sich „Improve the model for everyone“ ausschalten. Business-, Enterprise- und API-Inhalte werden laut OpenAI standardmäßig nicht zum Training verwendet.
  • Bildverlauf: Erzeugte Bilder werden in ChatGPT im Bereich „Images“ gespeichert. Wenn ein Bild nicht langfristig im Verlauf liegen soll, solltest du den zugehörigen Chat bewusst verwalten oder löschen.
  • Urheberrecht und Marken: Laut OpenAI bist du für Input und Output verantwortlich. Verwende geschützte Marken, Figuren, Logos oder konkrete Künstlerstile nicht unkritisch, besonders nicht kommerziell.
  • Output-Rechte: OpenAI weist in den Nutzungsbedingungen darauf hin, dass Nutzerinnen und Nutzer im rechtlich zulässigen Umfang den Output besitzen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jedes erzeugte Bild frei von Rechten Dritter ist.
  • Kennzeichnung: OpenAI-generierte Bilder enthalten nach OpenAI-Angaben C2PA-Metadaten und SynthID-Wasserzeichen. Diese Signale können Herkunft sichtbar machen, beweisen aber nicht, dass ein Bild korrekt, unbearbeitet, rechtlich unproblematisch oder im richtigen Kontext gezeigt wird.

Fazit

Die besten Prompts für Bilder in ChatGPT sind keine magischen Einzeiler. Sie beschreiben genau, was entstehen soll: Motiv, Bildtyp, Komposition, Stil, Licht, Farben, Format und Grenzen.

Für private Experimente darf es spielerisch sein. Für öffentliche, berufliche oder kommerzielle Nutzung solltest du stärker mit eigenen Beschreibungen statt Markenreferenzen arbeiten, Rechte prüfen und KI-Bilder transparent einordnen.

Hinweis: Einige Quellen führen zu englischsprachigen Hersteller-, Hilfe- oder Dokumentationsseiten. Die Linktexte beschreiben auf Deutsch, welche Information dort zu finden ist.