Zum Inhalt springen

Direkt zum richtigen Inhalt

Was möchtest du finden?

Du kannst nach Themen, Tools oder konkreten Fragen suchen.

KI-News · Wochenbriefing

Die KI-News vom 16.07.2026

Meta bringt mit Muse Spark 1.1 ein günstiges Agentenmodell samt neuer API, bei Moonshot AI verdichten sich die Hinweise auf Kimi K3 und Seedance 2.5 experimentiert mit KI-Videos von bis zu drei Minuten Länge.

Alle Meldungen dieser Ausgabe

KI-News

Lesezeit
7 Min. Lesezeit
Veröffentlicht
Format
KI-News

Meta bringt mit Muse Spark 1.1 ein günstiges Agentenmodell samt neuer API, bei Moonshot AI verdichten sich die Hinweise auf Kimi K3 und Seedance 2.5 experimentiert mit KI-Videos von bis zu drei Minuten Länge.

Meta startet Muse Spark 1.1

Meta hat Muse Spark 1.1 und die Meta Model API vorgestellt. Das multimodale Reasoning-Modell wurde vor allem für Agenten, Coding sowie die Bedienung von Computern und externen Werkzeugen verbessert. Es kann Aufgaben parallel an mehrere Subagenten verteilen und verarbeitet einen Kontext von bis zu einer Million Token. Verfügbar ist es bereits im Thinking-Modus von Meta AI und auf meta.ai.

Die neue API startet zunächst als Public Preview für Entwickler in den USA. Laut Metas Preisübersicht für Muse Spark kosten eine Million Input-Token 1,25 US-Dollar und eine Million Output-Token 4,25 US-Dollar. Neue Konten erhalten außerdem 20 US-Dollar Testguthaben. Mark Zuckerberg bezeichnet das Modell selbst als leistungsfähiges Agenten- und Coding-Modell zu einem sehr niedrigen Preis.

Auch an der Börse fiel die erste Reaktion positiv aus: Polymarket Money berichtete, dass die Meta-Aktie am folgenden Morgen zur Eröffnung um mehr als sechs Prozent zulegte.

Anthropic verlängert den Zugang zu Fable 5

Anthropic hat den in bezahlten Claude-Plänen enthaltenen Zugang zu Claude Fable 5 erneut verlängert, diesmal bis zum 19. Juli. Bis dahin bleiben auch die wöchentlichen Nutzungslimits für Claude Code um 50 Prozent erhöht.

Ursprünglich sollte die Aktion am 7. Juli enden. Danach wurde sie zunächst bis zum 12. Juli und nun um eine weitere Woche verlängert. Nutzer können Fable 5 dabei für bis zur Hälfte ihres wöchentlichen Limits verwenden. Anschließend sind zusätzliches Nutzungsguthaben oder der Wechsel auf ein anderes Modell nötig.

Das Timing nach mehreren großen Veröffentlichungen der Konkurrenz ist auffällig. Anthropic nennt für die wiederholte Verlängerung jedoch keinen Grund. Von Panik beim Anbieter zu sprechen, wäre daher reine Spekulation.

Hinweise auf Kimi K3

Moonshot AI hat einen kryptischen Teaser rund um die Zahl Drei veröffentlicht. Die naheliegende Vermutung lautet deshalb, dass Kimi K3 kurz vor der Vorstellung steht.

Bestätigt ist das bislang nicht. Der Beitrag nennt weder einen Modellnamen noch technische Daten, Benchmarks oder einen Veröffentlichungstermin. Auf der offiziellen Hugging-Face-Seite von Moonshot AI war zuletzt noch Kimi K2.7 Code das jüngste Modell.

Im Netz kursieren bereits angebliche Parameterzahlen, Angaben zur Kontextlänge sowie erste Videos und Bilder vermeintlicher K3-Ausgaben. Dafür gibt es bisher keine offizielle Bestätigung. Der Teaser spricht für eine bevorstehende Ankündigung; was genau Moonshot AI vorstellt, bleibt aber offen.

Seedance 2.5 erprobt Videos bis 180 Sekunden

Bei ByteDance steht mit Seedance 2.5 offenbar das nächste Videomodell in den Startlöchern. Laut einem Bericht über frühe Tests zeigen Personen mit Early Access bereits 30 Sekunden lange Clips, die jeweils in einem Durchgang entstanden sein sollen. Figuren, Licht und Timing sollen dabei über die gesamte Länge bemerkenswert stabil bleiben.

Auf der offiziellen Seedance-Produktseite nennt ByteDance außerdem bis zu 50 Referenzen aus Bildern, Videos und Audio, lokale Änderungen einzelner Bildbereiche und eine Ausgabe in 4K.

Besonders auffällig ist ein Beta-Modus für Videos mit bis zu 180 Sekunden Länge. Er wurde zuerst in Jimeng entdeckt und wird inzwischen auch auf der offiziellen Produktseite erwähnt. Noch ist allerdings unklar, ob diese drei Minuten nativ in einem Durchgang entstehen oder aus mehreren kürzeren Clips zusammengesetzt werden.

Reve 2.1 plant Bilder als strukturiertes Layout

Reve hat Version 2.1 seines Bildmodells veröffentlicht. Das Modell plant ein Motiv zunächst als strukturiertes Layout und rendert es anschließend. Dadurch sollen komplexe Szenen, räumliche Beziehungen, Text im Bild und fremdsprachige Schrift präziser werden. Einzelne Elemente lassen sich gezielt auswählen und neu rendern. Die Ausgabe erfolgt laut Anbieter nativ in 4K mit 16 Megapixeln.

Im Text-to-Image-Leaderboard der Arena lag Reve 2.1 mit Stand vom 10. Juli auf Platz zwei hinter OpenAIs GPT Image 2. Das Ergebnis basierte zu diesem Zeitpunkt erst auf gut 2.400 Stimmen, war als vorläufig markiert und kann sich daher noch verschieben.

Das Modell lässt sich bereits bei Reve ausprobieren, auch in einem kostenlosen Tarif. Die kostenpflichtigen Abonnements beginnen bei 7,99 US-Dollar pro Monat.

Canva Code 2.0 ist für alle Nutzer verfügbar

Canva Code 2.0 ist jetzt für alle Canva-Nutzer verfügbar, einschließlich des kostenlosen Tarifs. Aus einem Prompt, einer von mehr als 50 Vorlagen oder importiertem HTML lassen sich Websites, kleine Apps und interaktive Erlebnisse erstellen.

Im Unterschied zu vielen anderen Vibe-Coding-Werkzeugen bleibt das Ergebnis wie ein normales Canva-Design bearbeitbar. Texte, Bilder, Farben und Schriften können direkt angepasst und einzelne Elemente mit KI weiter verfeinert werden. Teams können gemeinsam in Echtzeit arbeiten, die responsive Ausgabe auf dem Smartphone prüfen und das Ergebnis über eine kostenlose oder eigene Domain veröffentlichen.

Canva nennt eine um 75 Prozent kürzere Code-Generierungszeit und einen 30 Prozent schnelleren Weg vom Prompt bis zur Veröffentlichung. Dabei handelt es sich um Messwerte des Anbieters. Im kostenlosen Canva-Tarif ist Canva Code außerdem Teil des begrenzten Premium-AI-Kontingents.

Demis Hassabis schlägt US-Prüfstelle für Frontier-KI vor

Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis hält es weiterhin für wahrscheinlich, dass AGI in wenigen Jahren erreicht wird. Zugleich warnt er, dass der kommerzielle und geopolitische Wettlauf schneller voranschreitet als das Verständnis der Systeme. Neben Cyberangriffen könnten seiner Ansicht nach bald auch Bio- und Nuklearrisiken sowie Kontrollprobleme bei zunehmend autonomen und selbstverbessernden KI-Systemen relevant werden.

In seinem Vorschlag für den Umgang mit Frontier-KI regt Hassabis eine neue US-Prüfstelle für besonders leistungsfähige Modelle an. Labore würden ihre Modelle zunächst freiwillig bis zu 30 Tage vor der Veröffentlichung testen lassen. Später könnte eine bestandene Prüfung zur Voraussetzung für den US-Markt werden.

Die Prüfungen sollen regelmäßig aktualisiert werden und im Ernstfall sogar eine koordinierte Verlangsamung ermöglichen. Bislang ist das ein persönlicher Vorschlag von Hassabis und keine konkrete Regulierung.

Thinking Machines veröffentlicht Inkling

Thinking Machines hat mit Inkling sein erstes eigenes Open-Source-KI-Modell veröffentlicht. Das multimodale Mixture-of-Experts-Modell besitzt insgesamt 975 Milliarden Parameter, von denen 41 Milliarden gleichzeitig aktiv sind. Es wurde mit 45 Billionen Token aus Text, Bildern, Audio und Video trainiert und unterstützt laut Anbieter Kontextfenster von bis zu einer Million Token.

Die vollständigen Gewichte stehen auf Hugging Face bereit, und Inkling ist gezielt für eigenes Fine-Tuning gedacht. Die Hardwareanforderungen sind allerdings hoch: Laut Modellkarte benötigt der BF16-Checkpoint mindestens zwei Terabyte aggregierten GPU-Speicher; selbst die quantisierte Variante erfordert mindestens 600 Gigabyte.

Thinking Machines bezeichnet Inkling nicht als das insgesamt stärkste Modell am Markt. Der Fokus liegt auf einem leistungsfähigen, multimodalen und anpassbaren Open-Weights-Modell. Es steht unter der Apache-2.0-Lizenz, allerdings gelten zusätzliche Nutzungsregeln.

GPT-Red sucht nach neuen Angriffen auf KI-Agenten

OpenAI hat mit GPT-Red ein internes Angreifermodell vorgestellt, das andere Modelle attackieren soll. Im Mittelpunkt stehen Prompt Injections: versteckte Anweisungen in Webseiten, E-Mails, Dateien oder Werkzeugausgaben, die einen KI-Agenten von seinem eigentlichen Auftrag abbringen.

GPT-Red wird gemeinsam mit Verteidigermodellen trainiert. Je besser diese Modelle bekannte Angriffe abwehren, desto neue und stärkere Methoden muss GPT-Red entwickeln. Laut OpenAI fand das Modell in einem Test mit zuvor unbekannten Szenarien in 84 Prozent der Fälle einen erfolgreichen Angriff auf GPT-5.1. Menschliche Red-Teamer kamen in derselben internen Testumgebung auf 13 Prozent.

OpenAI nutzte die gefundenen Angriffe anschließend zum Training von GPT-5.6 Sol. Auf dem schwierigsten direkten Prompt-Injection-Benchmark soll dieses Modell dadurch sechsmal weniger Fehler machen als OpenAIs bestes Produktionsmodell vier Monate zuvor. Sämtliche Vergleichszahlen stammen von OpenAI selbst.

ChatGPT kehrt in Europa zu WhatsApp zurück

ChatGPT ist im Europäischen Wirtschaftsraum wieder über WhatsApp verfügbar. OpenAI hatte die Integration im Januar nach einer Änderung der Richtlinien und Bedingungen von WhatsApp eingestellt. Nun kannst du dem verifizierten Kontakt 1-800-CHATGPT unter +1-800-242-8478 wieder schreiben, ohne dafür ein ChatGPT-Konto zu benötigen.

Neben Textnachrichten unterstützt die Integration auch Bilder, Sprachnachrichten und die Erstellung von Bildern. Wer ein ChatGPT-Konto verknüpft, erhält höhere Nutzungslimits. Laut den ChatGPT-Versionshinweisen richtet sich die Freischaltung nach der Landesvorwahl der WhatsApp-Nummer, erfolgt schrittweise und bleibt begrenzt.

Apple verklagt OpenAI wegen angeblichen Geheimnisverrats

Apple hat OpenAI, die von OpenAI übernommene Hardwarefirma io Products und zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter verklagt. Laut Reuters-Bericht über die Klage wirft Apple den Beschuldigten vor, vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse für OpenAIs geplante Hardware genutzt zu haben. Zu den Beschuldigten gehören OpenAIs Hardware-Chef Tang Tan, der zuvor unter anderem am iPhone und an der Apple Watch arbeitete, sowie der ehemalige Apple-Ingenieur Chang Liu.

Apple behauptet unter anderem, Bewerber seien aufgefordert worden, echte Apple-Bauteile, Prototypen und Designdaten zu Vorstellungsgesprächen mitzubringen. Liu soll nach seinem Wechsel zudem vertrauliche Hardwaredateien heruntergeladen haben. Das sind Vorwürfe aus der Klageschrift und keine gerichtlich festgestellten Tatsachen. OpenAI weist die Anschuldigungen zurück und erklärt, kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen zu haben.

Parallel gibt es neue, nicht offiziell bestätigte Details zu OpenAIs möglichem Gerät. Laut einem Bericht von MacRumors soll OpenAI an einem tragbaren Smart Speaker ohne Display arbeiten, der mit Kamera, Akku und beweglichen Elementen ausgestattet ist. Das Gerät soll mit GPT-Live kommunizieren, Smart-Home-Zubehör steuern und sich mit der Zeit stärker personalisieren. Als möglicher Marktstart gilt 2027. Eine von Apple beantragte einstweilige Verfügung könnte den Zeitplan zusätzlich beeinflussen.